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Sans Parade - Artefacts

Wahrend meiner Streifzüge durch das Netz bin ich über eine Band gestolpert, die ich für sehr hörenswert halte. Sans Parade heisst die dreiköpfige Band aus Finnland. Mir ist zuerst der Song Hyperborea zu Ohren gekommen. Die elektronischen Klänge und die dazu sehr passende filigrane Stimme des Sängers haben mich vom Start weg überzeugt mehr zu hören und mehr über die Band wissen zu wollen.

Das erste Album ist im Jahr 2013 unter dem Bandnamen Sans Parade selbst erschienen, das zweite Album Artefacts wurde erst kürzlich veröffentlicht. Die Idee zum Album entstand als die Band beim Dreh des Musikvideos zu In a Coastal Town an der Südwestküste Finnlands Fetzen eines Liebesbriefes fanden. In dem Brief drückte eine junge Frau tiefe Gefühle an eine verlorene Liebe aus, wahrscheinlich um sich von eben dieser Liebe zu befreien, zerriss sie den Brief und warf ihn ins Meer. Einige Stücke des Liebesbriefes fanden die Bandmitglieder, diese waren jedoch nur Ausschnitte des Briefes, welche ein lückenhaftes Puzzel ergaben. Hieran fand die Band genügend Inspiration für Artefacts. Das hieraus entstandene Album kommt deutlich experimenteller daher, als das musikalisch anspruchsvolle Debütalbum. Wortfetzen und Statements werden harmonisch aneinander gereiht und ergeben im ganzen eine Richtung, jedoch keine lineare Erzählung, wohingegen stets Raum für eigene Interpretationen bleibt. Ein sehr vielfältiges und breites Spektrum von orchestralen und elektronischen Klängen, Beats und Rythmen ergießt sich durch das Album. Bei den einzelnen Stücken wurde zudem viel Wert auf Melodik und Harmonie gelegt, sodass es für meine Ohren eine Wohltat ist, den noch wenig bekannten Jungs, beim Start in eine hoffentlich lang anhaltende Karriere zuzuhören.

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